Mein Weblog ist umgezogen. Die neue Adresse ab sofort lautet:
http://unknownreality.blog.de
Der Weblog ist auch über meine Webseite www.dennis-kirstein.de per Link aufrufbar.
Beste Grüsse, Dennis
Donnerstag, 15. Januar 2009
Mittwoch, 14. Januar 2009
Erneuter Reinfall für Uri Geller
Ähnlich wie seine bewaffneten Landsleute, die im Moment in Gaza für Terror sorgen, erlebt auch der "Mentalist" Uri Geller erneut ein Desaster. Die katastrophale Alien-SETI-Show vom November 2008 auf Pro7 ist uns noch in bester Erinnerung (sie wurde die Tage als schlechtestes TV-Ereignis des Jahres "ausgezeichnet"), da legte er gestern Abend mit der zweiten Staffel seiner Zauberer-Show "The next Uri Geller" nach. Und wieder blieben die Zuschauer weg. Ganz ganz schwache 1,5 Mio Zuschauer, was einem Marktanteil von gerade einmal 7% entsprach, schalteten zur Fortsetzung der Zaubershow rund um den Löffelbieger und seinen Nachfolger, den Rabenvater Vincent Raven, ein. Man könnte auch von einem rabenschwarzen Dienstag sprechen ;)
Es bleibt zu hoffen, dass Pro7 mit diesem Quatsch endlich Schluss macht und sich wieder anderen Themen a la Wok-WM widmet. Das ist wenigstens noch lustig. Uri Geller wünscht man hingegen nur noch den Ruhestand.
Es bleibt zu hoffen, dass Pro7 mit diesem Quatsch endlich Schluss macht und sich wieder anderen Themen a la Wok-WM widmet. Das ist wenigstens noch lustig. Uri Geller wünscht man hingegen nur noch den Ruhestand.
Ground Zero - 7 Jahre danach
Der 11. September 2001 liegt nunmehr über 7 Jahre zurück. Der Noch-Präsident Bush hat die Welt vom Beginn seiner Amtszeit 2001 bis zum nahenden Ende in einer Woche verändert.
Weniger verändert hat sich hingegen die Lage am Ground Zero, jenem Punkt, an dem einst die beiden Türme des World Trade Centers aufragen. Das Ganze gibt doch zu denken: Mit der Beseitigung der Trümmer ohne vorherige Überprüfung eines Expertenteams war man schnell, sehr schnell sogar. Der Stahl des WTC findet sich heute in China, eingeschmolzen, in allen möglichen Produkten wieder. Seitdem klafft eine rieseige Lücke in Manhattan.
Die obenstehenden Bilder stammen vom letzten Monat und lassen erkennen, dass die Bauarbeiten an einem neuen Wolrd Trade Center, dem "Freedom Tower" mehr als Mühsam vorangehen. Vielleicht geht Ihnen ja auch alsbald das Geld aus aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise, wie es heute aus Dubai tönte, wo der geplante Bau des 1Km-Wolkenkratzers für ein Jahr ausgesetzt wird.
Die Bilder zeigen die weltberühmte Rampe hinein in die tiefer gelegenen Etagen des WTC. Rechts im Hintergrund sind noch stehen gebliebene Etagenteile zu erkennen. Auf einem weiteren erkennt man kleinere Baukräne sowie einzelne neue Mauerteile, die offensichtlich zum neuen WTC gehören sollen. Das dritte Foto zeigt eine Plakatwand, auf der das neue WTC inkl. dem Freedom Tower abgebildet ist. Ebenfalls zu sehen sind dort zwei quadratische Flächen in einer Grünfläche, die die Standorte des ehemaligen WTC1 und WTC2 symbolisieren sollen.
Die Bauarbeiten am neuen WTC sind geradezu ein synonym für die amerikanische Politik, die in den vergangenen acht Jahren in Trümmern fiel und nicht wieder neu aufstand. Man kann davon ausgehen, dass die sichtbaren Arbeiten am neuen WTC in die Amtszeit Obamas fallen werden. Möge diese "Auferstehung" ein gutes Zeichen sein!
PS: Die Fotoaufnahmen erhielt ich von einer lieben Freundin, die im Dezember auf New York-Besuch war.
Montag, 12. Januar 2009
Buchtipp: Pyramidengeheimnisse?
Jetzt gehts den Prä-Astronautikern an den Kragen! Was mit Markus Pössels "Phantastische Wissenschaft" von 2002 begann, findet in Frank Dörnenburgs "Pyramidengeheimnisse? - Enträtselte Mysterien" nun einen Nachfolger.
Der studierte Physiker und Astronom ist seit vielen Jahren eine der Reizfiguren der Prä-Astronautik-Szene im deutschsprachigen Raum rund um Erich von Däniken und "seine" A.A.S.-Organisation. Der Grund liegt auf der Hand: Frank Dörnenburg ist der Skeptiker der Skeptiker. Er nimmt sich die Theorien und angeblichen Beweise der von ihm betitelten "Alternativautoren" an, überprüft sie auf ihre Plausibilität und vergleicht sie mit der gängigen Lehrmeinung. Seine Aufsätze erschienen bisher lediglich auf seiner privaten Webseite und in verschiedenen Magazinen. Nun aber erschien sein Erstlingswerk im Verlag Patrick Brose. Das Buch ist in Din A4 gehalten und erinnert von der Aufmachung her eher an einen Bildband. Dafür spricht auch die sehr gute Papier- und Bilderqualität (insgesamt 110 Abbildungen sind enthalten). Die Schriftgröße ist angenehm und nicht zu klein gehalten. Der Schriftsatz ist zweispaltig und entspricht den Erwartungen an einen Kleinverlag, ebenso wie das Lektorat. Damit aber muss man leben, wenn man ein sachlich fundiertes Buch zu grenzwissenschaftlichen Themen lesen möchte, denn diese genießen leider nur ein Nischendasein und kein großer Buchverlag würde sich seine eigene grenzwissenschaftliche Produktpalette (wenn diese überhaupt vorhanden ist) mit einem skeptischen Buch kaputt machen. Man könnte fast die Aussage treffen: Je edler der Schein, desto schlechter der Inhalt :) In diesem Fall aber stimmt sowohl die Papier- und Druckqualität (abgesehen von wenigen Schwächen beim Lektorat) als auch der Inhalt.
Dörnenburg wagt sich mit seinem Erstlingswerk ein wenig in die Höhle des Löwen. Während die Ägyptologie die Theorien von Dänikens und Co. seit Jahrzehnten höchstens müde belächeln und keine Beachtung schenken, genießen diese Theorien in der breiten Öffentlichkeit oft ein höheres Ansehen, was widerum durch große TV-Sendereihen rund um von Däniken in den früheren Jahrzehnten zu Stande kam. In 2008 hingegen langte es selbst für EvD nur noch zur kümmerlich missratenen Geller-UFO-Show auf Pro7 und Buchveröffentlichungen im aus meiner Sicht anrüchigen Kopp-Verlag (in dem u.a. Bücher über Reichsflugscheiben oder des Islamkritikers Udo Ulfkotte im Programm stehen).
Dörnenburg leistet mit "Pyramidengeheimnisse" von daher einen ersten notwendigen Schritt zur Aufklärung. Auf 178 Din A4-Seiten zerpflückt er die Theorien der Alternativautoren rund um die angeblichen Mysterien der ägyptischen Pyramiden. So beginnt sein Buch mit einem kulturgeschichtlichen Rückblick über die Ägypter und widerlegt die propagierte Meinung, die Ägypter wären gerade erst der Steinzeit entsprungen und wären schlichweg unfähig gewesen, solch gigantische Bauwerke wie die Pyramiden ohne fremde Hilfe zu erbauen. Im Weiteren widerlegt er die falsche Annahme, dass die Pyramiden von Gizeh aufgrund ihrer nahezu perfekten Bauweise einfach so aus dem Boden gestampft werden konnten. Hierfür blickt er auf die rund 100 in Ägypten gefundenen Pyramiden (oder was von Ihnen noch übrig ist) und kann detailliert eine bautechnische Evolution vorweisen, in die sich die Gizeh-Pyramiden lediglich einreihen. Es folgen weitere Kapitel, in denen er typische prä-astronautische Theorien, angebliche Beweise und Anschuldigungen widerlegt: falsch geschriebener Name Cheops in der Cheops-Pyramide, das generelle Alter der Pyramiden, Theorien zur angeblichen Verwendung (als Sonnenuhr, Raumschiffanflugpunkt...), Zahlenspielereien, angeblich astronomische Übereinstimmungen bis hin zu den entscheidenden Fragen überhaupt: Wer hat die Pyramiden gebaut und wie haben sie dies vollbracht?!
Gerade hier zeigt der Autor sein ganzes Wissen und kann mit Hilfe einfachster Beispielsrechnungen aufzeigen, weshalb das angeblich Unmögliche in Wirklichkeit gar nicht unmöglich war. Leicht verständlich und ohne Fragen offen zu lassen kommt auch er zu dem Schluss, dass die Pyramiden von den Ägyptern selbst erbaut wurden. Ohne Hilfe von Außerirdischen, Atlantern oder sonstigen "Nicht-Ägyptern" ;)
Nach dem Lesen dieses Buches kann man die prä-astronautischen Theorien über die Pyramiden getrost ad acta legen. Zumindest aber sollte man die Bücher der Alternativautoren nicht als Sachbuch, sondern höchstens zur Unterhaltung lesen. Wie ein (zugegeben) guter Fantasieroman. Die Wahrheit aber findet man in "Pyramidengeheimnisse?" von Frank Dörnenburg. Unbedingt lesen!
Preis: 24,95 Euro
Verlag: Brose, Patrick; Auflage: 1 (3. November 2008)
ISBN-10: 3981200039
ISBN-13: 978-3981200034
Der studierte Physiker und Astronom ist seit vielen Jahren eine der Reizfiguren der Prä-Astronautik-Szene im deutschsprachigen Raum rund um Erich von Däniken und "seine" A.A.S.-Organisation. Der Grund liegt auf der Hand: Frank Dörnenburg ist der Skeptiker der Skeptiker. Er nimmt sich die Theorien und angeblichen Beweise der von ihm betitelten "Alternativautoren" an, überprüft sie auf ihre Plausibilität und vergleicht sie mit der gängigen Lehrmeinung. Seine Aufsätze erschienen bisher lediglich auf seiner privaten Webseite und in verschiedenen Magazinen. Nun aber erschien sein Erstlingswerk im Verlag Patrick Brose. Das Buch ist in Din A4 gehalten und erinnert von der Aufmachung her eher an einen Bildband. Dafür spricht auch die sehr gute Papier- und Bilderqualität (insgesamt 110 Abbildungen sind enthalten). Die Schriftgröße ist angenehm und nicht zu klein gehalten. Der Schriftsatz ist zweispaltig und entspricht den Erwartungen an einen Kleinverlag, ebenso wie das Lektorat. Damit aber muss man leben, wenn man ein sachlich fundiertes Buch zu grenzwissenschaftlichen Themen lesen möchte, denn diese genießen leider nur ein Nischendasein und kein großer Buchverlag würde sich seine eigene grenzwissenschaftliche Produktpalette (wenn diese überhaupt vorhanden ist) mit einem skeptischen Buch kaputt machen. Man könnte fast die Aussage treffen: Je edler der Schein, desto schlechter der Inhalt :) In diesem Fall aber stimmt sowohl die Papier- und Druckqualität (abgesehen von wenigen Schwächen beim Lektorat) als auch der Inhalt.
Dörnenburg wagt sich mit seinem Erstlingswerk ein wenig in die Höhle des Löwen. Während die Ägyptologie die Theorien von Dänikens und Co. seit Jahrzehnten höchstens müde belächeln und keine Beachtung schenken, genießen diese Theorien in der breiten Öffentlichkeit oft ein höheres Ansehen, was widerum durch große TV-Sendereihen rund um von Däniken in den früheren Jahrzehnten zu Stande kam. In 2008 hingegen langte es selbst für EvD nur noch zur kümmerlich missratenen Geller-UFO-Show auf Pro7 und Buchveröffentlichungen im aus meiner Sicht anrüchigen Kopp-Verlag (in dem u.a. Bücher über Reichsflugscheiben oder des Islamkritikers Udo Ulfkotte im Programm stehen).
Dörnenburg leistet mit "Pyramidengeheimnisse" von daher einen ersten notwendigen Schritt zur Aufklärung. Auf 178 Din A4-Seiten zerpflückt er die Theorien der Alternativautoren rund um die angeblichen Mysterien der ägyptischen Pyramiden. So beginnt sein Buch mit einem kulturgeschichtlichen Rückblick über die Ägypter und widerlegt die propagierte Meinung, die Ägypter wären gerade erst der Steinzeit entsprungen und wären schlichweg unfähig gewesen, solch gigantische Bauwerke wie die Pyramiden ohne fremde Hilfe zu erbauen. Im Weiteren widerlegt er die falsche Annahme, dass die Pyramiden von Gizeh aufgrund ihrer nahezu perfekten Bauweise einfach so aus dem Boden gestampft werden konnten. Hierfür blickt er auf die rund 100 in Ägypten gefundenen Pyramiden (oder was von Ihnen noch übrig ist) und kann detailliert eine bautechnische Evolution vorweisen, in die sich die Gizeh-Pyramiden lediglich einreihen. Es folgen weitere Kapitel, in denen er typische prä-astronautische Theorien, angebliche Beweise und Anschuldigungen widerlegt: falsch geschriebener Name Cheops in der Cheops-Pyramide, das generelle Alter der Pyramiden, Theorien zur angeblichen Verwendung (als Sonnenuhr, Raumschiffanflugpunkt...), Zahlenspielereien, angeblich astronomische Übereinstimmungen bis hin zu den entscheidenden Fragen überhaupt: Wer hat die Pyramiden gebaut und wie haben sie dies vollbracht?!
Gerade hier zeigt der Autor sein ganzes Wissen und kann mit Hilfe einfachster Beispielsrechnungen aufzeigen, weshalb das angeblich Unmögliche in Wirklichkeit gar nicht unmöglich war. Leicht verständlich und ohne Fragen offen zu lassen kommt auch er zu dem Schluss, dass die Pyramiden von den Ägyptern selbst erbaut wurden. Ohne Hilfe von Außerirdischen, Atlantern oder sonstigen "Nicht-Ägyptern" ;)
Nach dem Lesen dieses Buches kann man die prä-astronautischen Theorien über die Pyramiden getrost ad acta legen. Zumindest aber sollte man die Bücher der Alternativautoren nicht als Sachbuch, sondern höchstens zur Unterhaltung lesen. Wie ein (zugegeben) guter Fantasieroman. Die Wahrheit aber findet man in "Pyramidengeheimnisse?" von Frank Dörnenburg. Unbedingt lesen!
Preis: 24,95 Euro
Verlag: Brose, Patrick; Auflage: 1 (3. November 2008)
ISBN-10: 3981200039
ISBN-13: 978-3981200034
Freitag, 9. Januar 2009
Wer stoppt Israel? Teil 2
Die Lage im Nahen Osten eskaliert weiter. Am gestrigen Donnerstag flogen nun auch in den Norden Israels Raketen, woraufhin die israelische Seite gleich die Hisbollah als Agressor ausmachte. Diese aber lehnte jede Verantwortung dafür ab. Auch internationale Experten gehen nicht davon aus, dass die Hisbollah hinter den Raketenangriffen steckte.
Mit der Anschuldigung in Richtung Hisbollah macht Israel allerdings selbst recht deutlich, wie unsinnig und ganz offensichtlich schlecht der zweite Libanonkrieg gegen die Hisbollah vor 3 Jahren geführt wurde. Nicht anders verhält es sich momentan im Gaza-Streifen.
Trotz einer angekündigten Kriegspause von 3 Stunden, in denen Hilfwerken die Möglichkeit zur Versorgung der palästinensischen Zivilbevölkerung gegeben werden sollte, schossen israelische Soldaten weiter und zwar gezielt auf die Fahrzeuge des UN-Hilfswerkes. Die Fahrzeuge fahren deutlichen mit der blauen Fahne der Vereinten Nationen gekennzeichnet, ein Irrtum ist ausgeschlossen. Der Fahrer des Buses kam dabei ums Leben. Die UN hat daraufhin beschlossen vorerst keine Hilfslieferungen mehr durchzuführen, um das eigene Personal zu schützen. Wieder einmal die Verlierer sind die Palästinenser, deren Lage nach Berichten verschiedener Hilfsorganisationen dramatisch ist.
Eine in der Nacht zu heute beschlossene UN-Resolution, die zu einem sofortigen Stopp aller Kriegshandlungen verpflichtet, wird von den beiden Kriegsparteien geflissentlich gebrochen. Die israelische Seite machte deutlich, dass sie sich nicht um die Resolution scherrt. Hierwird zum wiederholten Mal Völkerrecht gebrochen und ein tatsächlich objektiver UN-Sicherheitsrat müsste nun sofortige wirtschaftliche Sanktionen beschließen. Ein Wunschdenken...
Aus manch einem spricht mittlerweile die pure Emotion aufgrund der Hilfslosigkeit der Lage. Nachfolgenden Text habe ich dabei aus einem Forum aufgeschnappt und steht buchstäblich für das, was viele denken, aber nur wenige offen aussprechen:
"israel sperrt diese menschen seit ewigkeiten in einen riesigen freiluftknast, dreht ihnen regelmäßig die hähne zu, schickt über jahrzehnte hinweg siedler auf gebiete, die ihnen NICHT gehören, zieht eine mauer hoch und nimmt sich das recht raus, die einfach mal so in das territorium der palästinensischen autonomiebehörde reinzulegen, beschießt regelmäßig bei seinen "kriegen" gebäude und fahrzeuge der UN, so dass diese aufhören, hilfe zu leisten, läßt weder ärzte noch hilfspersonal zu verletzten und verwundeten und erdreistet sich rumzumäkeln, weil in einer resolution nicht explizit reingeschrieben ist "die palästinenser haben aber auch und als erste geschoßen"
Schon jetzt hat Israel diesen Krieg auf ganzer Linie verloren. Mittlerweile starben rund 760 Palästinenser, die widerum Väter, Mütter, Kinder etc. hinterlassen. Wer Hass säht, wird neuen Terrorismus ernten.
Mit der Anschuldigung in Richtung Hisbollah macht Israel allerdings selbst recht deutlich, wie unsinnig und ganz offensichtlich schlecht der zweite Libanonkrieg gegen die Hisbollah vor 3 Jahren geführt wurde. Nicht anders verhält es sich momentan im Gaza-Streifen.
Trotz einer angekündigten Kriegspause von 3 Stunden, in denen Hilfwerken die Möglichkeit zur Versorgung der palästinensischen Zivilbevölkerung gegeben werden sollte, schossen israelische Soldaten weiter und zwar gezielt auf die Fahrzeuge des UN-Hilfswerkes. Die Fahrzeuge fahren deutlichen mit der blauen Fahne der Vereinten Nationen gekennzeichnet, ein Irrtum ist ausgeschlossen. Der Fahrer des Buses kam dabei ums Leben. Die UN hat daraufhin beschlossen vorerst keine Hilfslieferungen mehr durchzuführen, um das eigene Personal zu schützen. Wieder einmal die Verlierer sind die Palästinenser, deren Lage nach Berichten verschiedener Hilfsorganisationen dramatisch ist.
Eine in der Nacht zu heute beschlossene UN-Resolution, die zu einem sofortigen Stopp aller Kriegshandlungen verpflichtet, wird von den beiden Kriegsparteien geflissentlich gebrochen. Die israelische Seite machte deutlich, dass sie sich nicht um die Resolution scherrt. Hierwird zum wiederholten Mal Völkerrecht gebrochen und ein tatsächlich objektiver UN-Sicherheitsrat müsste nun sofortige wirtschaftliche Sanktionen beschließen. Ein Wunschdenken...
Aus manch einem spricht mittlerweile die pure Emotion aufgrund der Hilfslosigkeit der Lage. Nachfolgenden Text habe ich dabei aus einem Forum aufgeschnappt und steht buchstäblich für das, was viele denken, aber nur wenige offen aussprechen:
"israel sperrt diese menschen seit ewigkeiten in einen riesigen freiluftknast, dreht ihnen regelmäßig die hähne zu, schickt über jahrzehnte hinweg siedler auf gebiete, die ihnen NICHT gehören, zieht eine mauer hoch und nimmt sich das recht raus, die einfach mal so in das territorium der palästinensischen autonomiebehörde reinzulegen, beschießt regelmäßig bei seinen "kriegen" gebäude und fahrzeuge der UN, so dass diese aufhören, hilfe zu leisten, läßt weder ärzte noch hilfspersonal zu verletzten und verwundeten und erdreistet sich rumzumäkeln, weil in einer resolution nicht explizit reingeschrieben ist "die palästinenser haben aber auch und als erste geschoßen"
Schon jetzt hat Israel diesen Krieg auf ganzer Linie verloren. Mittlerweile starben rund 760 Palästinenser, die widerum Väter, Mütter, Kinder etc. hinterlassen. Wer Hass säht, wird neuen Terrorismus ernten.
Donnerstag, 8. Januar 2009
Buchtipp: Die Israel-Lobby
Heute möchte ich Ihnen ein Buch vorstellen, welches aktueller derzeit kaum sein könnte. "Die Israel-Lobby - Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird" wurde von den beiden Professoren Mearsheimer (Chicago) und Walt (Harvard) geschrieben und feiert weltweit Erfolge. Zu recht.
Das Buch beschreibt in exzellenter Weise die Anfänge des Staates Israels und die seitdem andauernden Konfrontationen mit seinen Nachbarländern, allen voran den Palästinensern. Es beschreibt, wie eine Lobby aus Unternehmern und Organisationen das Meinungsbild über Israel in den amerikanischen Medien und in der Politik versucht zu bestimmen, mit zunehmendem Erfolg gerade auch unter den letzten acht Bush-Jahren. Neben dem völlig legitimen Lobbyismus, wie ihn auch andere Interessengruppen betreiben (Ernährungsindustrie, Ölindustrie, Umwelt etc...) setzt die Israel-Lobby jedoch seit jeher auf die moralische Karte und versucht sich im Kampf gegen "den Rest der Welt" als beschützenswerten David darzustellen. Das ist an der heutigen Realität deutlich vorbei geht, wird dabei geflisssentlich verschwiegen Denn sowohl militärisch als auch wirtschaftlich ist Israel im gesamten Nahen Osten der Goliath und bringt dies auch regelmässig seit 60 Jahren in Kriegen gegen seine Nachbarländer zum Ausdruck. Der Lobby ist es in den USA, aber wie wir wissen auch in Deutschland und vielen weiteren westlichen Ländern, gelungen, öffentliche Kritik an Israel nahezu mundtot zu machen, indem die Antisemitismus-Karte ausgespielt wird. So natürlich auch bei den Autoren dieses Buches, die in den USA von der Lobby sich einiges anhören mussten und Walt gar seinen Posten als Dean der politikwissenschaftlichen Fakultät in Harvard verlor. Die Lobby hat die Macht ganze Karrieren zu ruinieren. Da sich das Buch aber zu jedem Zeitpunkt sehr sachlich und ausgewogen mit dem Nahost-Konflikt befasst, muss man sie frei von allen Vorwürfen sprechen. Auch sind die beiden Autoren sehr darum bemüht, dass nicht der Verdacht einer Verschwörungstheorie aufkommt.
Das Buch passt exzellent in den momentanen Nahost-Konflikt und ist ein wahrer Augenöffner. Eines der besten Bücher der letzten Jahre. Unbedingt lesen!
Das Buch beschreibt in exzellenter Weise die Anfänge des Staates Israels und die seitdem andauernden Konfrontationen mit seinen Nachbarländern, allen voran den Palästinensern. Es beschreibt, wie eine Lobby aus Unternehmern und Organisationen das Meinungsbild über Israel in den amerikanischen Medien und in der Politik versucht zu bestimmen, mit zunehmendem Erfolg gerade auch unter den letzten acht Bush-Jahren. Neben dem völlig legitimen Lobbyismus, wie ihn auch andere Interessengruppen betreiben (Ernährungsindustrie, Ölindustrie, Umwelt etc...) setzt die Israel-Lobby jedoch seit jeher auf die moralische Karte und versucht sich im Kampf gegen "den Rest der Welt" als beschützenswerten David darzustellen. Das ist an der heutigen Realität deutlich vorbei geht, wird dabei geflisssentlich verschwiegen Denn sowohl militärisch als auch wirtschaftlich ist Israel im gesamten Nahen Osten der Goliath und bringt dies auch regelmässig seit 60 Jahren in Kriegen gegen seine Nachbarländer zum Ausdruck. Der Lobby ist es in den USA, aber wie wir wissen auch in Deutschland und vielen weiteren westlichen Ländern, gelungen, öffentliche Kritik an Israel nahezu mundtot zu machen, indem die Antisemitismus-Karte ausgespielt wird. So natürlich auch bei den Autoren dieses Buches, die in den USA von der Lobby sich einiges anhören mussten und Walt gar seinen Posten als Dean der politikwissenschaftlichen Fakultät in Harvard verlor. Die Lobby hat die Macht ganze Karrieren zu ruinieren. Da sich das Buch aber zu jedem Zeitpunkt sehr sachlich und ausgewogen mit dem Nahost-Konflikt befasst, muss man sie frei von allen Vorwürfen sprechen. Auch sind die beiden Autoren sehr darum bemüht, dass nicht der Verdacht einer Verschwörungstheorie aufkommt.
Das Buch passt exzellent in den momentanen Nahost-Konflikt und ist ein wahrer Augenöffner. Eines der besten Bücher der letzten Jahre. Unbedingt lesen!
Montag, 5. Januar 2009
Wer stoppt Israel?
Nur zwei Tage nach dem Weihnachtsfest begann das israelische Militär mit der größten Offensice im Gaza-Streifen seit 40 Jahren. Der Zeitpunkt ist nicht willkürlich, sondern durchdacht. Die meisten europäischen und amerikanischen Amtsträger befanden sich im Urlaub, die Noch-US-Regierung besitzt in den letzten 4 Wochen ihrer Amtszeit keine entsprechende Macht mehr und in Israel selbst wird im Februar neu gewählt. Ein Krieg als Wahlkampf. Bisher mit Erfolg, wie die Zugewinne für die regierende PArtei verdeutlichen. Das Blatt kann sich aber schnell wenden, wenn es größere Verluste unter den eigenen Soldaten geben sollte.
Nicht nur, dass ein neue Friedensprozess mit Palästina in weite Ferne gerückt ist und sich Israel momentan daran macht schon die nächste Generation von palästinensischen Selbstmordattentätern "heranzuzüchten", auch der Friedensprozess mit Syrien ist wieder einmal von Seiten Israel einseitig aufgekündigt worden mit dem Überfall auf Gaza. Die letzten 10 Tage verdeutlichen wieder einmal mehr denn je, dass von Seiten Israel ein wirklicher Frieden im Nahen Osten überhaupt nicht gewollt ist und alles Gerede darüber als Propaganda gegenüber der westlichen Welt gilt.
Wer also stoppt endlich Israel bei seinem mörderischen Feldzug? George W. Bush mit Sicherheit nicht. Und auch von Barack Obama und dessen israel-freundliche Außenministerin Hillary Clinton ist das nicht zu erwarten. Und die Europäer und Russland zusammen haben nicht genügend Gewicht. Sollte das aktuelle Morden zu einem militärischen Erfolg führen, wird die israelische Regierung die Wahlen im Februar für sich entscheiden und weiter machen. Sollte es als Niederlage wahr genommen werden, dann wird die noch radikalere Partei um Benjamin Netanjahu die Wahlen gewinnen und die Zügel noch weiter anziehen. Es ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Die Aussichten für die Zukunft sind dementsprechend düster. Ein Frieden in Nahost ist ferner denn je. Zumindest der amerikanischen Militärindustrie und der israelischen Sicherheitsindustrie dürften dies neue Rekordgewinne bescheren. Und auch der Ölpreis steigt mitunter wieder, nachdem selbst die Reduzierung der Fördermenge keinen Anstieg mit sich brachte. Ja, in Kriegszeiten wird stets die dicke Kohle gemacht. Was machen da schon (bisher) über 500 Tote Menschen und 1,5 Mio. Palästinenser ohne Essen, Medikamente und Ausweg.
Ein interessanter Artikel zum aktuellen Konflikt findet sich auch hier:
http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/hamas-hoch-zehn/
Nicht nur, dass ein neue Friedensprozess mit Palästina in weite Ferne gerückt ist und sich Israel momentan daran macht schon die nächste Generation von palästinensischen Selbstmordattentätern "heranzuzüchten", auch der Friedensprozess mit Syrien ist wieder einmal von Seiten Israel einseitig aufgekündigt worden mit dem Überfall auf Gaza. Die letzten 10 Tage verdeutlichen wieder einmal mehr denn je, dass von Seiten Israel ein wirklicher Frieden im Nahen Osten überhaupt nicht gewollt ist und alles Gerede darüber als Propaganda gegenüber der westlichen Welt gilt.
Wer also stoppt endlich Israel bei seinem mörderischen Feldzug? George W. Bush mit Sicherheit nicht. Und auch von Barack Obama und dessen israel-freundliche Außenministerin Hillary Clinton ist das nicht zu erwarten. Und die Europäer und Russland zusammen haben nicht genügend Gewicht. Sollte das aktuelle Morden zu einem militärischen Erfolg führen, wird die israelische Regierung die Wahlen im Februar für sich entscheiden und weiter machen. Sollte es als Niederlage wahr genommen werden, dann wird die noch radikalere Partei um Benjamin Netanjahu die Wahlen gewinnen und die Zügel noch weiter anziehen. Es ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Die Aussichten für die Zukunft sind dementsprechend düster. Ein Frieden in Nahost ist ferner denn je. Zumindest der amerikanischen Militärindustrie und der israelischen Sicherheitsindustrie dürften dies neue Rekordgewinne bescheren. Und auch der Ölpreis steigt mitunter wieder, nachdem selbst die Reduzierung der Fördermenge keinen Anstieg mit sich brachte. Ja, in Kriegszeiten wird stets die dicke Kohle gemacht. Was machen da schon (bisher) über 500 Tote Menschen und 1,5 Mio. Palästinenser ohne Essen, Medikamente und Ausweg.
Ein interessanter Artikel zum aktuellen Konflikt findet sich auch hier:
http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/hamas-hoch-zehn/
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